Anmerkung der Autorin: Dieser Artikel basiert hauptsächlich auf Informationen des „International Council on Development and Learning“ sowie auf Beschreibungen aus dem UFEP-Weiterbildungskatalog 2025. Da ich selbst keine praktische Erfahrung mit DIR/Floortime habe, habe ich Anfragen an die Universität Luxemburg, die UFEP und das CTSA gestellt, um weitere fachliche Einschätzungen und praktische Informationen zur Anwendung dieser Methode in Luxemburg zu erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald deren Antworten vorliegen. Ich freue mich auch über Ergänzungen von Menschen, die praktische Erfahrungen mit dieser Methode haben.
DIRFloortime® ist eine Entwicklungsmethode, die auf Beziehungen und individuellen Unterschieden basiert. Sie unterstützt die emotionale und soziale Entwicklung von autistischen Kindern, indem sie deren natürliche Interessen und familiäre Beziehungen in den Mittelpunkt stellt. (Quelle: icdl.com)
Was bedeutet DIR?
- Developmental (Entwicklungsorientiert): Berücksichtigt den individuellen Entwicklungsstand des Kindes
- Individual Differences (Individuelle Unterschiede): Geht auf die einzigartige Art ein, wie jedes Kind die Welt wahrnimmt
- Relationship-based (Beziehungsbasiert): Nutzt Beziehungen und emotionale Verbindungen als Grundlage für Entwicklung
(Quelle: ICDL / What is DIR®?)
Ziele der Methode
- Förderung der emotionalen Beteiligung
- Entwicklung von geteilter Aufmerksamkeit
- Stärkung des Interesses an der Umwelt
- Aufbau von Einfühlungsvermögen
- Unterstützung natürlicher Interaktionen statt geplanter Übungen
Im Mittelpunkt stehen die Grundlagen der sozialen, emotionalen und intellektuellen Entwicklung des Kindes. Es werden keine einzelnen Fertigkeiten oder isolierte Verhaltensweisen trainiert. DIRFloortime verfolgt einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz. Das komplette Spektrum kindlicher Entwicklung wird berücksichtigt. Es wird sich an den individuellen Stärken und Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes orientiert.
Weiterbildungsmöglichkeiten in Luxemburg
UFEP-Schulung
Die UFEP, die Einheit für Ausbildung und Weiterbildung der APEMH, bietet eine dreitägige Schulung vom 26. bis 28. März 2025 an. Ziel ist es, emotionale Beteiligung und soziale Interaktion zu fördern. Sie finden weitere Informationen in ihrem Weiterbildungs-Katalog 2025.
Die APEMH (Französische Abkürzung für Association des Parents d’Enfants Mentalement Handicapés) ist eine Elternvereinigung, die sich für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und deren Familien einsetzt.
Kompetenzzentrum CTSA
Das CTSA (Centre pour enfants et jeunes présentant un trouble du spectre de l’autisme) bietet ebenfalls Weiterbildungen zu dieser Methode an.
Offene Fragen
ℹ️ Unser Autor*innenteam ist dabei, einen Text für diesen Abschnitt zu verfassen. Vielen Dank für Ihre Geduld.
- Welche Nachweise gibt es für die Wirksamkeit dieser Methode?
- Von welchen Fachkräften wird die Methode hier in Luxemburg angeboten?
- Welche Kosten sind damit verbunden?
- Wer kann die Methode lernen, nur Eltern, oder auch Fachkräfte der Erziehung?
- In welchem Alter wird diese Methode benutzt?
Dieser Artikel wird laufend mit neuen Informationen ergänzt. Wenn Sie Erfahrungen mit DIR/Floortime haben, freuen wir uns über Ihre Ergänzungen.